Kultur pur - Kiasma und Porvoo
Am letzten Donnerstag, 14.6.05, war es mal wieder an der Zeit eine kleine Reise zu unternehmen.
Laut diversen Reiseführern und Recherchen durchs Web und natürlich vom Hörensagen hieß es, Porvoo sei eine wunderschöne kleine Stadt an der Südküste von Finnland, nicht weit von Helsinki entfernt, die man unbedingt gesehen haben muss.
Da von Riihimäki kein Zug nach Porvoo fährt, mussten wir erst nach Helsinki und dann vor dort ca. eine Stunde mit dem Bus nach Porvoo fahren.
Aber warum sollte man diesen kleinen Umweg über Helsinki nicht nutzen?
Und so haben wir mal etwas Kultur eingelegt und das Museum für zeitgenössische Kunst Kiasma besucht.
Es gibt dort zurzeit verschiedene Ausstellungen: Fifth Floor, Studio K, Kontii, In Another World, Kimmo Schroderus Expander und Pia Tikka Obsession.
Viele Sachen im Kiasma sind echt nett anzuschauen, z. B. Expander von Kimmo Schroderus, die Wand mit den Babyfotos oder In Another World, was sehr bunt, wie das Leben an einem einsamen Strand, mit vielen selbst gebastelten Sachen aus allem möglichen Zeug – eben wie in einer anderen Welt, wirkt. Aber auch seltsame Ausstellungsstücke kommen vor, wo man sich mehr als einmal fragt, was das eigentlich soll, wie Obsession von Pia Tikka oder andere recht pornografischen Werke, wo sich z. B. ein nackter Mann mit einem Seil um seine Eier auf einem Feld immer im Kreis dreht… Danach ging es mit dem Bus weiter nach Porvoo. Am bekanntesten ist Porvoo wohl aber durch seine mittelalterlich wirkenden, bunten Holzhäuser und engen Gassen der malerischen Altstadt, die unter Denkmalschutz stehen. In Porvoo lebte der finnische Nationaldichter Johan Ludvig Runeberg – zu seinem Frühstück gehörte ein von einer örtlichen Konditorei hergestelltes zylinderförmiges Gebäckteil. Diese wurde von den Bewohnern Porvoos bald Runeberg-Törtchen genannt.
Nach ca. 50 km und einer Stunde Fahrt kamen wir in dem kleinen Städtchen an.
Porvoo ist nach Turku die zweitälteste Stadt Finnlands. Wahrzeichen der Stadt ist die Porvoo Kathedrale, ein gotischer Dom aus dem Jahre 1418 mit seinem Giebel aus roten Ziegeln.
Auf vielen Postkartenmotiven sind daher die typisch roten Holzhäuschen am Fluss Porvoonjoki von Porvoo zu finden.
Nach der Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten und einem ausgedehnten Spaziergang am Porvoonjoki mit einem lecker Softeis sind wir dann bei Rosso eingekehrt.
Noch heute gehört dieses Törtchen zu den Spezialitäten vieler Cafes in Porvoo.
Rosso ist ein italienisches Restaurant und dort habe ich Eva, wie vor langer Zeit einmal versprochen, zum Abendessen eingeladen.
Für Eva gab es Steak und Pommes und für mich einen Salat mit Ziegenkäse - wirklich ein gutes Restaurant, sehr weiterzuempfehlen.












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