Loveboot Mariella
Am Wochenende war es endlich soweit: unser vor langen Zeiten gebuchter 24 h-Trip mit der Mariella von Helsinki nach Marienhamm (vor Stockholm) begann. Das Boot hält dabei nur kurz in Marienhamm und fährt dann zurück nach Helsinki –also eher eine Rundreise aber ohne Landgang.
Sonntag, 15.05.05 legten wir pünktlich 15:00 Uhr vom Hafen Helsinki ab – raus aufs weite Meer, die Ostsee.
Auf dem Boot wurde ein riesiges Programm geboten, so dass einem eigentlich nicht langweilig werden konnte.
Aber eigentlich hätte ich mich viel lieber auf Deck in die Sonne gesetzt, mir den Wind durch die Haare wehen lassen und gelesen.
Allerdings war es sehr windig auf Deck und laut Lasse sollten wir kein Buch mitnehmen… also hatte sich das leider erledigt.
Auf dem Boot gab es einen Raum, wo die ganzen Veranstaltungen, Musikquiz, Karaoke, Konzerte am Abend usw., stattfanden. Dort haben wir uns eigentlich die meiste Zeit aufgehalten.
Als wir dann die ersten gehört hatten, waren wir eigentlich auch ganz froh darüber, das wir nicht singen mussten – wir hätten uns sicher zur Lachnummer entwickelt. Es waren echt super gute Stimmen dabei. Naja, war ja auch als Wettbewerb ausgelegt, da konnten alle so richtig zeigen, was sie drauf haben.
Als wir in Lappland waren, haben wir Leandro (der Brasilianer) von unserem Boottrip erzählt. Der hat uns ja erst mal ausgelacht und meinte dann: „ah, ihr geht also aufs LOVEBOAT!“
Wir haben uns verwirrt angeschaut – wieso Loveboot???
Wir waren schon ziemlich geschockt, als wir einige Mädels auf dem Boot gesehen haben. Die sind rumgerannt, mit super kurzem Minirock und Trägershirts, möglichst noch bauchfrei und die Brüste so hochgeschnallt, das die Hälfte rausgefallen ist.
Schrecklich, ich würde nie so rumlaufen. Einfach unmöglich…
Auf alle Fälle scheint dieser Trip für Finnen, Männlein wie Weiblein, die Gelegenheit schlecht hin zu sein. Hier lassen sie so richtig die Sau raus, d.h. alle sind stock besoffen, und in der Nacht wird alles gevögelt, was sie kriegen können (sorry für meine Ausdrucksweise, aber sonst kommt das nicht so rüber, wie es gemeint ist).
Naja, ich bin keine Finnin, d. h. ich war ganz artig. *g*
Später am Abend haben dann einige Bands gesungen. „Hit Factory“, „Mikko Leppilampi“ und „Maija Vilkkumaa“.
Hit Factory war ziemlich gut, die covern Lieder von bekannten Bands, das war auch zumeist auf Englisch.
Bei Mikko Leppilampi sind auf einmal alle weiblichen Wesen Richtung Bühne gestürmt und haben lauthals gegrölt. Naja, ich fand den nicht so toll. Er hat erst ein paar Lieder von Elvis gesungen und dann welche von Robbie Williams und anderen aktuellen Künstlern. Fand aber, dass seine Stimme nicht wirklich zu den jeweiligen Liedern gepasst hat.
Und dann kam der Star des Abends: Maija Vilkkumaa mit Band.
Sie ist eine ziemlich berühmte Sängerin hier in Finnland. Ihre Titel werden im Radio und auf Partys rauf und runter gespielt. Auch wenn ich die Texte bis auf ein paar Einzelwörter nicht verstehe, find ich sie echt gut. Man könnte fast sagen, die Musik ist vom Stil her wie ‚Juli’ oder ‚Silbermond’.
Nach dem Konzert waren wir noch in der House Disco – super geile Mucke, hab ich schon ewig nicht mehr dazu getanzt.
Naja, 6:00 Uhr lagen wir dann endlich im Bett.
Am nächsten Tag ging nicht mehr viel. Wir haben uns das Finale vom Karaoke singen angehört und dann waren wir auch schon fast wieder in Helsinki.









0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home